Strea­ming in 2022: Digi­ta­les Video bleibt in Bewe­gung

Maximilian

Video ist das wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium unserer Zeit; das haben speziell aktuelle globale und geopolitische Krisen aufgezeigt. Inmitten einer erneuten Home-Office-Welle nutzen wir den Zeitpunkt, um einen Blick auf den Status quo des Mediums zu blicken und anhand von Statistiken aufzuzeigen, wo die Reise hinführen könnte.

Ein echter Player steht nie still

Wer Video nutzt, bleibt in Schwung. Das könnte man zumindest bei der nicht enden wollenden Euphorie rund um Tanzvideos auf Portalen wie TikTok mutmaßen. Die Ursache für den Hype ist allerdings wie so oft an anderer Stelle zu suchen. Blickt man nämlich ein wenig über den Horizont tanzender Jugendlicher hinaus und betrachtet das Medium aus einer respektvollen Distanz, wird schnell klar, was der wahre Grund für diese neue, schier unaufhaltsame Bewegung ist: Der digitale Video-Player ist endlich in der Gesellschaft angekommen.

Laut einer Anfang 2022 von Statista durchgeführten Umfrage zum Thema der Nutzung von Videoportalen gaben über drei Viertel (77,2%) der Befragten an, sich in den vergangenen vier Wochen YouTube-Videos angesehen zu haben. Darüber hinaus nutzten etwa 42% Prime Video und 41% den direkten Konkurrenten Netflix. Insgesamt verbrachten die Befragten Personen rund 54 Minuten pro Tag auf den genannten Plattformen sowie vergleichbaren Bezahl- und Gratis-Services. Geht man nun einen Schritt weiter und betrachtet die durchschnittliche Nutzung des Mediums unabhängig von Plattform, steigt dieser Wert noch weiter an. Nach Angaben des Nielsen Report verbringen User etwa 6 Stunden täglich mit Video. Ein starker Kontrast zu den 15 Minuten Lesen pro Tag.

Doch selbst bei diesen beeindruckenden Daten ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Andere Nutzungsfelder digitalen Videos, wie beispielsweise Livestreams oder Videokonferenzen, sind mittlerweile fester Bestandteil des modernen Alltags. Während sich das Marktvolumen letztgenannter trotz ungebrochener Popularität bis zum Jahr 2027 in etwa verdoppeln soll, schaffen es vor allem digitale und Hybrid-Events inzwischen eine große Lücke der Unternehmenskommunikation zu füllen. Ein klares Zeichen, dass das Medium immer noch viel Raum für Wachstum hat.

Video-Marketing läuft

Dieser aktuelle Trend zugunsten von Video lässt sich auch an anderen Faktoren festmachen. 2019 schätzte das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Cisco, dass bis zum Jahr 2022 82% des weltweiten Internetdatenverkehrs auf Video-Streaming und Downloads entfalle. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 lag dieser Wert noch bei 72,3%. Während zu diesem Zeitpunkt noch offenbleibt, inwieweit diese Schätzung tatsächlich den Nagel auf den Kopf getroffen hat, gilt sie dennoch als ein klarer Indikator für die fortwährende positive Entwicklung asynchroner digitaler Kommunikation.

Viele Unternehmen sind sich dieser Veränderung des Marktes längst bewusst. In einer Umfrage von Wyzowl gaben 86% der Verantwortlichen an, Video aktiv als Marketinginstrument zu nutzen. Zugleich fügten 81% hinzu, dass sie dadurch ihren Umsatz direkt steigern konnten. Die Konsumentenperspektive zeichnet ein ähnliches Bild: 96% der befragten Personen gaben an, sich ein Erklärvideo angesehen zu haben, um mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erfahren. 88% ergänzten, Produkte oder Dienstleistungen erworben zu haben, die ihnen via Video präsentiert wurden. Die Vorteile dabei sind evident: Nutzer sind in der Lage, unabhängig von Zeit, Ort und Endgerät Inhalte einfach und ohne Einstiegshürde zu konsumieren.

Obwohl sich also die Wirtschaft mehr und mehr an die neue Normalität des Marktes anpasst, darf auch das Medium selbst niemals stehen bleiben. Insbesondere im Bereich der asynchronen und punktgenauen Kommunikation von Wissen gilt bei vielen Lösungen aber noch akuter Nachholbedarf. Das ist umso überraschender angesichts der Tatsache, dass bereits zahlreiche Konzepte zur Verbesserung bisheriger Video-Workflows existieren. Interaktive Stories und Content-basierte Empfehlungen beispielsweise erleichtern die Strukturierung sowie den zielgerichteten Einsatz von Inhalten und fördern einen effektiven und personalisierten Wissenstransfer. Durch vollkommene Datenhoheit wird zudem gewährleistet, dass die Kontrolle über die Ausspielung von Inhalten einzig und allein bei ihrem Urheber liegt. Sollte also der Sprung ins neue Zeitalter der videogestützten Unternehmenskommunikation wirklich klappen, empfiehlt sich eine professionelle Lösung, die mit den Anforderungen des Marktes wächst, statt diese zu ignorieren.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

Umfrage zu Videoportalen von Statista
Umfrage zur Videonutzungsdauer von Statista
Nielsen Audience Report August 2020
Statistik zum Umsatz von Telekommunikationsdienstleistungen von Statista
Statistik zur durchschnittlichen Lesezeit von Statista
Webauftritt von Cisco
State of Video Marketing 2022 von Wyzowl